Neun-Kräutersuppe zu Gründonnerstag 
- Traditionelles Wildkräuter-Rezept

Die Neun-Kräuter-Suppe gehört zu den alten Frühlingsbräuchen in vielen Regionen Europas.
Gründonnerstag wurde früher auch "Kräuterdonnerstag" genannt, weil an diesem Tag eine Suppe auf frischen Frühlingskräutern gegessen wurde.

Sie sollte den Körper nach dem Winter stärken und neue Energie für den Frühling bringen.

Welche Kräuter gehören hinein?

Traditionell werden neun verschiedene Wildkräuter verwendet. Welche genau, kann je nach Region variieren.

Typische Kräuter sind:

  • Brennnessel
  • Giersch
  • Löwenzahn
  • Gundermann
  • Vogelmiere
  • Schafgarbe
  • Spitzwegerich
  • Sauerampfer
  • Bärlauch

Wichtig ist vor allem: frische, junge Frühlingskräuter. 

Warum die 9-Kräutersuppe gekocht wird

Die 9-Kräutersuppe ist ein uraltes Frühlingsritual, das eng mit dem Gründonnerstag und der Karwoche verbunden ist. In dieser Zeit der Reinigung, Besinnung und Vorbereitung auf Ostern spielt die Naturheilkunde eine besondere Rolle. 

Die ersten Wildkräuter des Jahres galten früher als heilkräftig und stärkend nach dem langen Winter. Man glaubte, dass die jungen Pflänzchen in der Karwoche besonders viel Lebenskraft in sich tragen. 

Deshalb wurde dieses Suppe nur einmal im Jahr zubereitet – als Symbol des Neubeginn, Gesundheit und Dankbarkeit gegenüber der Natur. 

Einfaches Rezept: 

Zutaten:

  • 2 Handvoll gemischte Kräuter
  • 1 Zwiebel
  • 2 Kartoffeln
  • 1 EL Butter oder Öl
  • ca. 800 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Sahne oder Hafersahne
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Zwiebeln fein würfeln und in Butter glasig dünsten.
  2. Kartoffeln würfeln und kurz mit anbraten.
  3. Mit Gemüsebrühe aufgießen und etwa 15 Minuten köcheln lassen.
  4. Kräuter grob hacken und in die Suppe geben.
  5. Kurz pürieren und mit Sahne verfeinern.
  6. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

 

Bedeutung der Zahl 9:

Die Zahl 9 hatte früher eine besondere Bedeutung.

Sie stand für Vollständigkeit und Erneuerung und sollte dem Körper Kraft für das kommende Jahr geben.

 

Tipp aus der Kräuterküche:

Die Suppe schmeckt besonders gut mit:

  • gerösteten Brotwürfeln
  • einem Klecks Sauerrahm
  • essbare Blüten wie Gänseblümchen

Die Vielfalt der Wildkräuter ist im Frühling besonders groß. Wer mehr über essbare Pflanzen erfahren möchte, kann sie am besten direkt in der Natur kennenlernen - zum Beispiel bei einer Kräuterwanderung. 

Auch bei mir wird es dieses Jahr wieder die Neun-Kräuter-Suppe geben. Ich bin gespannt wie sie euch schmeckt. 

Liebe Grüße 

Sarah Wegscheider 

 

Mikronährstoffe, 
Wildpflanzen und Nahrungsergänzungsmittel

Mikronährstoffe, immer mehr Menschen greifen zu Nahrungsergänzungsmittel. Was der Grund ist und wie sie in Wildpflanzen vorkommen erfährst du in den folgenden Beitrag. 

Mikronährstoffe sind in vielen Prozessen unseres Körpers beteiligt. Ein Nährstoffmangel ist nicht sofort sichtbar. 

Am Anfang sind wir eher müde, unkonzentriert oder öfter krank. Aber mit der Zeit kann so ein Mangel ganze Prozesse lam legen. 

Lt. Studien befinden sich in unseren heutigen Lebensmitteln bis zu 50 % weniger Nährstoffe als noch vor 70 Jahren. 

Aber warum?

Die Gründe sind vielseitig, zum einen liegt es an den modernen Züchtungen. Alles muss immer schneller wachsen, größer und resistent sein, gegenüber Schädlinge, und schön ausschauen. 

Dabei wird nicht auf den Nährstoffgehalt geschaut.

Dazu kommt die konventionelle Landwirtschaft, die mit Pestiziden und Monokulturen arbeitet.

Aber auch weite Strecken, lange Lagerungen, CO2 und Umweltverschmutzungen tragen dazu bei. 

Wie schaut es mit unseren Wildpflanzen aus?

Wildpfanzen können diesen Rückgang teilweise auffangen. 

  • Sie leben in härteren Bedingungen.
  • wachsen auf lebendigen Böden
  • dürfen in ihrem eigenen Tempo wachsen
  • und müssen sich selbst vor Fraßfeinden schützen

Dadurch enthalten sie um ein vielfaches mehr Nährstoffe als unsere Kulturpflanzen.

Wer sich also wirklich "gesund" ernähren möchte, kommt an Wildpflanzen fast nicht vorbei!

Man kann sich aber auch mit Nahrungsergängzungsmitteln helfen. 

Nahrungsergänzungsmittel gibt es viele auf dem Markt, doch nicht jedes ist gleich gut. 

Schwarze Schafe: 

Wer sich mit Nahrungsergänzungsmitteln helfen will, muss einiges beachten. 

Wer will schon ein teures Mittel, bei dem der Wirkstoff kaum aufgenommen wurde  und nichts gebracht hat. Viele Mittel haben zudem Zusatzstoffe enthalten.

Was du beim Kauf beachten solltest: 

  • gute Bioverfügbarkeit
  • Standartisierung
  • keine Zusatzstoffe & Co.

Fragen die du dir stellen solltest: 

  •  Ist es das Mittel bioverfügbar, heißt wird der Wirkstoff von meinem Körper überhaupt gut angenommen?
  • Ist es Pestizid und Schadstofffrei geprüft? 
  • keine Unnötigen Zusatzstoffe?
  • Fischöl aus nachhaltigen Quellen?

Wenn du das alles beachtest, bist du mit Nahrungsergänzungsmittel auf der sicheren Seite.

Wildkräuter oder Nahrungsergänzungsmittel?

Vorteile Wildkräuter:

  • mehrere Wirkstoffe wirken miteinander, ergänzen oder verstärken sich
  • sehr gute Bioverfügbarkeit
  • für jeden zugänglich 
  • kostenlos

Nachteile Wildkräuter:

  • Wissen erforderlich
  • zeitaufwendiger 

Vorteile Nahrungsergänzungsmittel:

  • schnell zur Hand
  • Wissen nicht unbedingt nötig, Beratung in der Apotheke

Nachteile Nahrungsergängzungsmittel:

  • teuer
  • nur einzelne isolierte Wirkstoffe
  • schwarze Schafe 

 

So jetzt habt ihr einiges über Nährstoffe erfahren, ich hoffe es hat euch ein bisschen Klarheit gegeben. 

Wenn ihr euch für Wildkräuter in der Ernährung interessiert, dann kommt doch mal mit mir auf eine Kräuterwanderung oder folgt mir auf Instagram unter "kraeuterweg"

Ich freue mich von euch zu hören. 

Sarah 

Bitterstoffe Wirkung: Warum sie heute so wichtig sind - und wo du sie in Wildkräutern finden kannst.

Bitterstoffe unterstützen die Verdauung, fördern das Sättigungsgefühl und regen Leber und Stoffwechsel an. In unserer modernen Ernährung kommen Bitterstoffe jedoch kaum noch vor. 

Erfahre hier, welche heimischen Wildkräuter besonders reich an Bitterstoffen sind und wie du sie in deinen Alltag integrieren kannst.

Bitter mögen die meisten Mensch nicht - aber was ist der Grund?

In unserer modernen Ernährung wurden Bitterstoffe über Jahrzehnte nahezu herausgezüchtet. Alles soll nur noch süßer schmecken und deinen Zuckerkonsum erhöhen. Dabei spielen sie eine wichtige Rolle für unsere Verdauung und unser allgemeines Wohlbefinden.

Was sind Bitterstoffe eigentlich?

Bitterstoffe sind sekundäre Pflanzenstoffe, die - wie der Name schon sagt - bitter schmecken. In der Natur dienen sie der Pflanze als Schutzstoff. In unserem Körper haben sie eine ganz andere Wirkung.

Bereits beim ersten bitteren Geschmack auf der Zunge wird die Verdauung angeregt: Speichelfluss, Magensaftproduktion und die Tätigkeit von Leber und Galle werden stimuliert.

Welche Wirkung haben Bitterstoffe auf den Körper?

Bitterstoffe können:

  • die Verdauung unterstützen
  • das Sätttigungsgefühl regulieren
  • Heißhunger reduzieren
  • die Leberfunktion anregen
  • den Stoffwechsel aktivieren

Gerade im Frühjahr sind sie ideal, um den Körper nach den Wintermonaten sanft zu unterstützen.

Heimische Wildkräuter mit Bitterstoffen

Das Schöne ist, viele bitterstoffreiche Pflanzen wachsen direkt vor unserer Haustür. 

z.B. 

  • Löwenzahn
  • Schafgarbe
  • Wegwarte
  • Giersch
  • Beifuß

In meinen Kräuterwanderungen zeige ich, wie du diese Pflanzen sicher erkennst und sinnvoll nutzen kannst.

Wie kannst du Bitterstoffe in deinen Alltag integrieren?

  • junge Löwenzahnblätter in den Salat mischen
  • Wildkräuterpesto zubereiten
  • Bitterkräuter-Tee trinken

Wichtig ist: fange mit kleinen Mengen an und steigere dich langsam. Umso mehr Bitterstoffe du zu dir nimmst umso weniger Bitter schmecken sie. 

Gesundheit wächst direkt vor unserer Haustür

Bitterstoffe sind ein wunderbares Beispiel dafür, wie wertvoll unsere heimischen Wildpflanzen sind.

In meinen Kräuterwanderungen in Mittelfranken und rund um Großenseebach zeige ich dir, wie du bitterstoffreiche Wildkräuter sicher erkennst und richtig anwendest.

16.02.26

Februar - welche Wildkräuter du jetzt schon finden kannst

Es ist Mitte Februar - der Schnee ist geschmolzen und die Natur kommt langsam wieder zum Vorschein. 

Auch wenn du denkst es wächst noch nichts, halte die Augen offen und schau genau hin. 

Unter Blättern und teilweise noch ganz klein versteckt, kannst du schon ganz viel entdecken. 

Welche Wildkräuter du jetzt schon finden kannst: 

Der Winter ist noch da und trotzdem kannst du jetzt schon junge Triebe der Brennnessel entdecken. 

Die Brennnessel ist die Königin unter den Wildpflanzen - reich an Vitaminen und Mineralstoffen, genau das was wir jetzt brauchen. 

Aber auch die  Vogelmiere, eines der ersten Frühlingskräuter, ist jetzt schon da. 

Sie wächst selbst bei milden Frost weiter. Schmeckt mild und knackig nach Erbse und enthält eine gute Portion Vitamin C. 

Spitzwegerich - dünn und lang am Wegesrand, hilft er dir bei Hustendrang. 

Du findest ihn auf Wegen und Wiesen. Er wirkt bei Atemwegserkrankungen, Husten und auf dein Immunsystem. 

Erkennen kannst du ihn an seinen langen lanzettlichen Blättern, die mit parallelen Blattadern durchlaufen sind. 

Sie sind in einer Grundrossette angeordnet und der Stängel ist blattlos mit einem braunen Zipfel und weißen Staubbeuteln

Was du außerdem noch findest: 

  • Behaartes Schaumkraut 
  • Ehrenpreis,
  • Taubnessel 
  • Feldsalat 
  • Schafgarbe
  •  Labkräuter 
  • Gundermann 
  • Löwenzahn 

und auch die ersten Blätter des Scharbockskrauts findest du jetzt schon. Verrückt oder? 

Die Natur hilft uns gesund durch den Winter zu kommen. Du musst nur genau hinschauen. 

Wenn du wissen möchtest, wie man sie erkennt, dann komm doch mal bei meinen Kräuterwanderungen vorbei oder folge mir gerne auf Instagram unter den Namen kraeuterweg. 

 

12.02.26

Wie sammelt man Wildkräuter überhaupt richtig?

Wie man Wildkräuter richtig sammelt, hängt zum einen davon ab, was man damit machen möchte und welche Pflanzenteile man davon benötigt.

Generell gilt: 

  • sammle an trockenen Tagen
  • an sauberen Orten, nicht neben Straßen oder verunreinigten Wegen oder Wiesen. 
  • nehme nur saubere, junge und frische Pflanzenteile mit
  • und vor allem: Sammle nur das, was du zu 100 % erkennst, eine Verwechslung kann tödlich sein!!! 

Respektvoll mit der Natur umgehen: 

Sammle nur so viel, wie du wirklich benötigst und lasse den Tieren und anderen Lebewesen genug übrig. Du solltest den Ort so verlassen, dass man eigentlich gar nicht sieht, dass du da gewesen bist. 

Sammeln für die Küche: 

Möchtest du die Wildkräuter gleich verwenden, für dein Essen oder deinen Salat, dann ist es egal ob es gerade Regnet oder nicht. Geh raus und hol dir was du brauchst. 

Möchtest du allerdings deine Kräuter verarbeiten, um sie haltbar zu machen, sei es eine Kräuterbutter oder Kräutersalz, sollten die Kräuter trocken sein, um nicht zu schimmeln. Da ist es wichtig sie an trockenen Tagen zu sammeln.

Sammeln zu Heilzwecken: 

Wenn du aus deinen gesammelten Kräutern Elixiere oder andere Zubereitungen zu Heilzwecken machen möchtest, sind ein paar Dinge zu beachten. 

 Wuzeln, sammelst du am besten im Frühjahr bzw. im Herbst, wenn die Pflanze sich zurückgezogen hat und ihre ganze Kraft in den Wurzeln gesteckt hat. Auch wird empfohlen sie bei abnehmenden Mond auszugraben. 

Blätter, werden am besten im Frühling gesammelt, wenn sie ganz frisch aus der Erde sprießen. Diese sammelst du am besten Vormittags, da ist der Wirkstoffgehalt am höchsten. 

Blüten, werden gesammelt wenn sie offen sind. Wieder an trockenen Tagen. 

Sammel immer mit der Hand, oder mit einer Keramikschere oder -messer. Metall hemmt die Pflanzenenergie. 

 

08.02.26

Erste Kräutertermine online

Die ersten Termine für meine Kräuterführungen sind online und ich freue mich, dich einzuladen, gemeinsam die Natur zu entdecken.

 Jede Führung dauert ca. 2 Stunden.

Im März geht es los mit den „Frühlingsboten am Wegesrand“:  

  • Do., 19.03.2026, 9:30 Uhr  
  • So., 22.03.2026, 10:00 Uhr  

Im April dreht sich alles um die Kraft der jungen Pflanzen bei „Kraft aus dem jungen Grün“:  

  • Mi., 22.04.2026, 10:00 Uhr  
  • Do., 30.04.2026, 18:00 Uhr  

Wenn du Lust hast, die Vielfalt unserer heimischen Kräuter zu entdecken, melde dich gerne bei mir.

03.02.26

Meine eigene Homepage

Ich freue mich sehr, dir meine erste eigene Homepage vorzustellen. 

 Hier findest du ab sofort alle Informationen rund um meine Kräuterführungen, Workshops und meine Arbeit mit heimischen Wildkräutern.

Übersichtlich, frisch gestaltet und mit viel Herz für die Natur.  

Auf der Website nehme ich dich mit auf meinen Kräuterweg: 

  • Du lernst mich und meine Vision kennen
  • bekommst Einblicke in meine Angebote
  •  und kannst dich direkt über aktuelle Termine informieren.

 Ich lade dich ein, mit mir die Welt der Wildkräuter zu entdecken und die Natur wieder bewusster wahrzunehmen.

29.01.26

Zertifizierte Kräuterpädagogin

Am 24.01. habe ich meine Prüfung zur zertifizierten Kräuterpädagogin erfolgreich abgeschlossen. 

Dieser Tag markiert für mich einen wichtigen Meilenstein, auf den ich lange hingearbeitet habe und der mich meinem Herzensweg ein gutes Stück nähergebracht hat.  

Neben meiner Tätigkeit in einer Apotheke beginne ich nun Schritt für Schritt meinen Weg in die Selbstständigkeit.

Dabei nehme ich mir bewusst Zeit, alles wachsen zu lassen – meine Angebote, meine Ideen und die Begegnungen mit dir in und mit der Natur. 

Ich freue mich darauf, mein Wissen aus beiden Bereichen zu verbinden, weiterzugeben und dich achtsam durch die Vielfalt unserer heimischen Kräuter zu begleiten.

 

24.01.26

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